"KuB goes Umland"
"KuB goes Umland"
Das Projekt KuB goes Umland wurde initiiert um Flüchtlinge in Brandenburg zu unterstützen.
Dort, wie auch anderswo, lebt ein Großteil der Flüchtlinge in Sammelunterkünften. Im Projekt "KuB goes Umland" treten wir mit den Bewohnern der Unterkünfte sowie mit Initiativen vor Ort in Kontakt mit dem Ziel zwischen Ihnen "Brücken" entstehen zu lassen. Zu unseren Unterstützungsleistungen zählen die Organisation von Treffen zur Abklärung des Bedarfs, die Kontaktanbahnung und der Vertrauensaufbau zu den Flüchtlingen, sowie die Organisation von regelmäßigen Antira-Einkäufen.* Desweiteren helfen wir bei der Initiierung von Freizeitveranstaltungen und führen Informationsveranstaltungen zur Lebenssituation der Flüchtlinge durch.
Aktuell engagieren wir uns in Hennigsdorf im Rahmen der dieses Jahr gegründeten Initiative u.r.i. (united against racism and isolation). Hier finden regelmäßige Arbeitstreffen statt (zur Klärung der benötigten Unterstützung und der Planung von Aktionen bzw. Veranstaltungen), gemeinsame Freizeitaktivitäten (Kaffeekränzchen, Konzertbesuche, Partys etc.) politische Aktionen (Informationsveranstaltungen, Antira-Einkäufe, Demonstrationen), praktische Unterstützung ( Fahrrad AG: "BikeAid- für Mehr Bewegungsfreiheit": http://www.yorck59.net/bike-aid.html, Sprachangebote, Hilfestelllungen bei rechtlichen und sonstigen Fragestellungen).
AnsprechpartnerIn: Nadine Saeed, Jonas Feldmann
* In Brandenburg erhalten viele Flüchtlinge statt Bargeld den ihnen zugesicherten monatliche Betrag in Form von Gutscheinen. In Bargeld zahlt das zuständige Sozialamt nur den monatlichen "Taschengeldbetrag" in Höhe von 20,45 € für Kinder und 40,90 € für Erwachsene. Selbst dieser kann unter bestimmten Bedingungen im Ermessen des Sozialamtes gestrichen werden. Diese Maßnahmen haben zur Folge, dass die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in Deutschland von vornherein unterbunden wird. Auch besteht kaum die Möglichkeit, mit den 20,45 € bzw. 40,90 € "Taschengeld" im Monat die Kosten für einen Anwalt, Telefon oder Tickets für den öffentlichen Verkehr zu bestreiten. Die Wahl der Kommunen, Leistungen nur in Form von Gutscheinen etc. zu erbringen, lässt demnach eine gewollte Verhinderung der Integration in die Gesellschaft vermuten. Der Einkauf mit Gutscheinen oder Chipkarten ist extrem einschränkend, da genau vorgeschrieben wird, wo die Personen einkaufen müssen und führt immer wieder zu Diskriminierungserfahrungen für die Betroffenen. Der Einkauf mit Gutscheinen ist zeitaufwändig und wird aus Unwissenheit schnell von den KassierInnen und wartenden Personen als Strafe für die Flüchtlinge gewertet. Um diese Situation zu verbessern gehen wir regelmäßig mit den Flüchtlingen einkaufen um einerseits Diskriminierungen direkt zu unterbinden, Informationen an die Beteiligten weiterzuleiten und den Flüchtlingen zu Bargeld zu verhelfen.
Für weitere Infos sendet eine e-mail an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.


